Dieses Selbstportrait zeigt mich als Werbe- und Portraitfotograf – inszeniert zwischen Ästhetik, Selbstbild und einem bewussten Spiel mit Klischees.
Zu sehen ist ein Fotograf mit Kappe, akribisch gestyltem Bart und Kamera. Ob diese tatsächlich im Einsatz ist oder nur Teil der Inszenierung, bleibt offen. Die gelbe Vintage-Trainingsjacke, die Bücherwand im Hintergrund und die bewusst komponierte Farbwelt greifen typische visuelle Codes auf, die Kreativität, kulturelles Interesse und fotografische Identität vermitteln sollen.
Genau darin liegt der Kern dieses Bildes: Es geht nicht um ein „echtes“ Selbstportrait im dokumentarischen Sinn, sondern um eine konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Fotograf:innen selbst darstellen.
Die Szene wirkt spontan, ist aber präzise gestaltet. Lichtsetzung, Farbpalette, Styling und Bildaufbau folgen einem klaren Konzept. Das scheinbar beiläufige Halten der Kamera ist Teil einer Inszenierung, die Authentizität bewusst hinterfragt und gleichzeitig erzeugt.
Dieses Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Glaubwürdigkeit ist zentral für meine Arbeit – sowohl in der Werbefotografie als auch in konzeptionellen Portraits.

Das Selbstportrait wurde von Lürzer’s Archive in die Auswahl „200 Best Ad Photographers Worldwide 2025/26“ aufgenommen. Diese internationale Auszeichnung zählt zu den anerkannten Rankings im Bereich der Werbefotografie.
Ich freue mich sehr über diese Anerkennung und sehe sie als Bestätigung meiner fotografischen Arbeit und Bildsprache.
